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Mini-ITX Mainboards

Geschichte und Entwicklung

Der Formfaktor Mini-ITX basiert auf dem ITX-Standard, den VIA Technologies im Jahre 2001 vorgestellt hat. Der ITX Formfaktor konnte sich zu dieser Zeit aber nicht gegen den konkurrierenden Formfaktor Flex-ATX durchsetzen und verschwand. Kurze Zeit später brachte VIA dann den Mini-ITX Standard, der sich durchsetzen konnte und mit 17 x 17 cm zum bislang kleinsten Formfaktor im PC-Bereich wurde. Mini-ITX Boards waren sowohl ATX kompatibel und besaßen zudem normale I/O Blenden.

Im laufe der Zeit kamen immer mehr Hersteller für Mini-ITX Lösungen hinzu, die vorher im Mini-Barbone Geschäft tätig waren und die Industrie nahm diesen Formfaktor auf. Heutzutage sind auf Basis der Mini-ITX Mainboards sämtliche Leistungsklassen verfügbar. Vom VIA C3/C7 Prozessor über die Intel Prozessoren Celeron, Celeron Dual-Core, Pentium Dual-Core, Core 2 Duo bis hin zu AMD Geode LX, NX, Athlon 64 …..

Die Hersteller von Mini-ITX Mainboards achten darauf, möglichst stromsparende Prozessoren zu verwenden. Hauptgrund, warum solche stromsparenden CPUs eingesetzt werden, ist einfach - diese Mainboards müssen oft in sehr kleinen Gehäusen Platz finden, die oftmals mit nur geringen Mitteln gekühlt werden können. Somit ist die Wärmeabfuhr von beispielsweise Desktop-CPUs, dort einfach zu wenig Raum.

Die Tatsache, dass die Hersteller auf solche sparsamen Prozessoren spezialisiert sind, bedeutet aber keinesfalls, das es nicht auch bedeutend größere CPUs auf den kleinen Mini-ITX Mainboards gibt. Als Beispiel sei hier der Hersteller Commell und Ibase genannt, die beide schon seit längerem sehr leistungsstarke Mini-ITX Mainboards für Intel Pentium 4 und Intel Pentium D DualCore anbieten. Neueste Intel Core 2 Duo Mobilprozessoren bieten darüber hinaus auch auf Mini-ITX Mainboards extreme Performance bei geringer Leistungsaufnahme.

Großer Vorteil und auch gleichzeitig Nachteil der Mini-ITX Boards ist deren Größe von 17 x 17 cm. Bei diesen Abmessungen ist es möglich kleine Projekte zu realisieren, wie z.B. mehrere Systeme in einem 1U Serverrack oder andere Projekte in denen platzsparen hohe Priorität hat. Gleichzeitig ist diese Größe auch Ihr Nachteil, da es nicht möglich ist viele Steckplätze zur Verfügung zu stellen. Meistens gibt es auf Mini-ITX Boards lediglich einen Steckplatz für eine PCI Erweiterungskarte, AGP Karte oder eine PCIe x16 Schnittstelle.

Einsatzbereich

Der Einsatzbereich solch kleiner Mainboards liegt hauptsächlich im Embedded-Bereich und in der Industrie. Des Weiteren erstreckt sich der Einsatzbereich über Settop-Boxen, Router und Thin-Clients.


Mehr Informationen:
>> Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
>> Boards in unserem Online-Katalog
>> Mini-ITX Embedded Systeme von IPC2U

IPC2U - Technik kurz erklärt.