International: EN : RU : AT : CZ : EE : FR : IT : LT : PL : RO : BE : BY : KZ : UA : UZ

IPC2U GmbH - Industrial PC, Industrie PC, Embedded PC, Panel PC
Inductrial PC to You

+49(0) 511 807 259-0

 

Was bedeutet RoHS?

Die RoHS-Richtlinie (R estriction o f certain H azardous S ubstances) der Europäischen Union (EU) regelt die Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe. Sie verbietet nach dem Juli 2006 die Verwendung bestimmter Stoffe in elektrischen und elektronischen Geräten.

Bezieht sich die Richtlinie nur auf Blei?
Blei ist nur einer von mehreren Stoffen, die durch die RoHS-Richtlinie verboten werden. Obwohl in der Branche der Begriff "bleifrei" verwendet wird, bedeutet dies nicht, dass die RoHS-Richtlinie alleine durch das Ersetzen von Blei eingehalten wird.

Um welche Stoffe geht es?
Es geht um Cadmium (Cd), Quecksilber (Hg), sechswertiges Chrom (Cr (VI)), polybromierte Biphenyle (PBBs) und polybromierte Diphenyläther (PBDEs) sowie Blei (Pb).

Was bedeutet WEEE?
W aste from E lectrical and E lectronic E quipment (Elektro- und Elektronik-Altgeräte).
Diese Richtlinie behandelt Wiederaufbereitung, Sortieren und Verarbeitung von Produkten, die die Richtlinie nicht einhalten.

Wozu brauchen wir diese Richtlinie?
In Europa werden mehr als 90% der elektrischen und elektronischen Altgeräte auf Deponien verbracht - insgesamt etwa sechs Mio. Tonnen Abfall jährlich. Die daraus resultierenden Emissionen in die Luft sind eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt.

Gelten die RoHS- und WEEE-Richtlinien nur für Deutschland und Österreich?
"Binnenmarktrichtlinien" wie RoHS gelten für alle Mitgliedstaaten der EU. Sie müssen in allen Mitgliedstaaten auf die gleiche Art umgesetzt werden, um unterschiedliche Auslegungen zu verhindern. Die WEEE-Richtlinie ist keine Binnenmarktrichtlinie. Sie schreibt Mindeststandards für die Sammlung von Abfällen vor, über die die Mitgliedstaaten auf Wunsch auch hinausgehen können.

Gelten die Richtlinien weltweit?
Obwohl die Umsetzung der Richtlinien auf der EU-Gesetzgebung beruht, müssen sie weltweit eingehalten werden. Japanische Hersteller reduzieren den Bleianteil in ihren Produkten schon seit drei oder vier Jahren und auch in den USA hat Kalifornien bereits Gesetze verabschiedet, die in etwa dem Zeitplan der EU entsprechen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Hersteller für Europa "bleifreie" und für den Rest der Welt bleihaltige Produkte anbieten werden.

Was tun wir, um Ihnen zu helfen?
Wir sammeln bereits seit mehreren Monaten Informationen. Wir möchten mithilfe unseres Ansatzes mit mehreren Kanälen Ihr Partner und Ihre wichtigste Wissens- und Informationsquelle sein. So stellen wir zum Beispiel Herstellerinformationen zur Verfügung und halten Sie stets über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.

Was nützt uns die RoHS-Richtlinie?
Die Gewinnung dieser Rohstoffe und ihre spätere Entsorgung kann sowohl zu Umweltschäden durch Verschmutzung als auch zu Gesundheitsschäden bei Menschen führen, die diesen Stoffen bei ihrer Arbeit und aufgrund von deren Entsorgung ausgesetzt sind. Indem wir diese Stoffe aus der Fertigung entfernen, senken wir die durch sie bedingten Gesundheitsrisiken, insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und Schwangeren.

Wer ist betroffen?
Jeder ist von beiden Richtlinien betroffen, der:

Hersteller sind seit November 2005 für die Finanzierung der Sammlung elektrischer und elektronischer Altgeräte an zentralen Sammelstellen und deren fachgerechte Verarbeitung sowie für das Erreichen von Wiederverwendungs-, Recycling- und Wiederaufbereitungszielen selbst verantwortlich.

Welche Produkte sind betroffen?

Was bedeutet der Begriff "Grün"?
In manchen Produkten wie etwa Halbleitern sind weitere Verbesserungen wahrscheinlich, die über die RoHS-Richtlinie hinausgehen. Es werden noch weitere Stoffe aus diesen "grünen", umweltverträglichen Gehäusen entfernt werden. Diese werden dann zum Beispiel keine Halogene, in der Regel Brom (Br) oder Flammhemmer auf Antimon-Basis mehr enthalten.

Was wenn ich meine vorhandenen Geräte nach dem Juli 2006 warten oder reparieren muss?
Der Einsatz "verbotener" Stoffe (Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom, polybromierte Biphenyle und polybromierte Diphenyläther) ist in Ersatzteilen zur Reparatur zulässig, falls die reparierten Geräte vor Juli 2006 auf den Markt gebracht wurden. Für neue Geräte ist er nicht zulässig. Obwohl dies noch von den Regierungen diskutiert und vereinbart werden muss, könnten nicht zugelassene Produkte unbegrenzt für Reparaturen weiterverwendet werden.

Wie sehen die finanziellen Auswirkungen für Elektro- und Elektronikhersteller aus?
Das britische Handels- und Industrieministerium DTI ( Department of Trade & Industry ) hat am Beispiel von Großbritannien die jährlichen Mindestkosten für die Einhaltung der WEEE-Richtlinie auf über 315 Mio. EURO geschätzt:

Dies sind konservative Schätzungen. Die jährlichen Endkosten der WEEE-Richtlinie könnten gut und gerne 455 Mio. EURO erreichen. Die Entwicklungskosten für die Einhaltung der RoHS-Richtlinie in Großbritannien werden auf jährlich mehr als 255 Mio. EURO geschätzt. Zusätzlich fallen nach Juli 2006 jährlich mehr als 150 Mio. EURO an erhöhten Kapital- und Betriebskosten wegen der Verwendung alternativer Stoffe an.

Werden die Preise steigen?
Die Europäische Kommission schätzt, dass die durchschnittliche Kostensteigerung für die meisten WEEE-Produkte zwischen 1% und 2% liegen und bei einigen großen oder komplizierteren Produkten 3% bis 4% erreichen wird. Manche Hersteller planen jedoch nicht, kurzfristig die Preise zu erhöhen. Wahrscheinlich werden die Erhöhungen je nach Produkt und Produktbereich unterschiedlich ausfallen.

Was wird im Rahmen der WEEE als Teil des Recyclingprozesses entfernt?
Hersteller (laut unten stehender Definition) müssen Informationen zu Bauteilen und Materialien liefern, die sie in ihren Produkten einsetzen. So sollen Verarbeitungsanlagen, Wiederverwertungszentren und Recyclingunternehmen in die Lage versetzt werden, diese Produkte zu zerlegen, wieder zu verwenden und zu recyceln. Außerdem müssen die Hersteller den Verarbeitungsanlagen Informationen zur Verfügung stellen, mit deren Hilfe diese bestimmte Bauteile und Materialien in den Geräten erkennen können, die entfernt werden müssen. Hierzu gehören:

WEEE – Wie lautet die Definition für “Hersteller”?
Hersteller ist jeder, der:

Wie wird die Einhaltung der RoHS-Richtlinie nachgewiesen?
ERA Technology (Experten auf dem Gebiet der Umweltgesetzgebung hinsichtlich elektrischer und elektronischer Produkte) führt in Großbritannien eine Studie für das britische Handels- und Industrieministerium (DTI) durch und untersucht dabei, auf welche Art die Hersteller nachweisen können, dass sie die Richtlinien einhalten. Das Projekt wird vom DTI für den Ausschuss für die technische Anpassung TAC (Technical Adaption Committee) finanziert, der die Umsetzung der RoHS-Richtlinie in der ganzen EU überwacht. Folgende Themen werden untersucht:

Optionen

Probleme

Umweltschutz

ERA besitzt erhebliche Erfahrungen bei der Bewertung der Technologie und Zuverlässigkeit elektronischer Bauteile und Geräte und bietet umfassende Dienstleistungen auf mehreren Fachgebieten an, insbesondere hinsichtlich der Ursachen von Problemen und empfohlener Gegenmaßnahmen.

Welche Ausnahmen gibt es für die RoHS-Richtlinie?

Welche typischen Anwendungen sind von den verbotenen Stoffen betroffen?
Die Arbeitsgemeinschaft für das Recycling elektronischer Geräte ICER (Industry Council for Electronic Equipment Recycling) hat während eines Zweijahreszeitraums von 1996 bis 1998 Daten zum Recycling von Altgeräten in Großbritannien gesammelt. Aus diesen Daten geht hervor, dass, gemessen am Gewicht, 49% aller Altgeräte einem Recyclingprozess zugeführt werden.
Bei der Herstellung elektrischer und elektronischer Geräte werden viele Materialien und Substanzen verwendet. Eine Reihe davon hat das Potenzial, die Umwelt zu schädigen. Hierzu gehören Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Cadmium, sechswertiges Chrom und Flammhemmer (polybromierte Biphenyle und polybromierte Diphenyläther).
Hier einige typische Einsatzgebiete für diese Stoffe in elektrischen und elektronischen Geräten :

WEEE - Können Bildröhren (CRTs) recycelt werden?
ICER (Industry Council for Electronic Equipment Recycling = die britische Industriekammer für die Wiederverwertung von Elektrogeräten) arbeitet daran, dass Bildröhren in ganz Großbritannien mit denselben Standard recycelt werden. ICER argumentiert, dass viele Firmen, die behaupten, Bildröhren wiederzuverwerten, ohne einen Standard einfach nur das Glas deponieren.

Bildröhren gibt es in Fernsehern und Computermonitoren und sie bestehen aus Glas, das Blei und Bariumoxid enthält, die ein sicheres Recycling komplizieren. Teil eines neuen Standards müsste sein, dass eine Firma nachweisen müsste, dass das Glas tatsächlich in "zweiter Hand" verwendet wird und das Recycling dort stattfindet. Es sollte Außerdem ein Protokoll darüber vorliegen, wie das Glas transportiert wird und dass alle Materialien in der Folge mit optimalen Verfahren ("best practice") verarbeitet werden.

Schließlich legt ICER großen Wert darauf, dass das Blei aus dem Bildröhren-Glas entfernt wird, wenn es für Produkte wieder verwendet wird, die kein Blei im Glas verlangen. Als Folge davon müsste Blei z.B. auch aus Keramikfliesen und Filtermedien entfernt werden, aber der Einsatz von bleihaltigem Glas für neue Bildröhren würde den Anforderungen genügen. So wird das Recycling von Bildröhren auf eine Handvoll Leuten in Großbritannien beschränkt, die das richtige tun und dies beweisen können. Vier US-Staaten (Kalifornien, Massachusetts, Maine und Minnesota) haben kürzlich Bildröhren von Deponien ausgeschlossen.

WEEE - Warum Sie Ihren alten Computer recyceln sollten!
Für die unmittelbar bevorstehende WEEE-Richtlinie drängen sich Beispiele auf, von denen das Recycling übernommen werden könnte. Eine solche Möglichkeit wäre, alte Computer wieder instand zu setzen anstatt sie wegzuwerfen.

Gefährlicher Abfall
1. Blei
in Bildröhren und Lot
2. Arsen in älteren Bildröhren
3. Selen in Leiterplatten als Gleichrichter
4. Polybrom-haltige Flammenhemmer in Kunststoffgehäusen und -kabeln sowie in Leiterplatten
5. Antimontrioxid als Flammenhemmer
6. Cadmium in Leiterplatten und Halbleitern
7. Chrom als Korrosionsschutz in Stahl
8. Kobalt in Stahl für Struktur und Magnetismus
9. Quecksilber in Schaltern und Gehäusen

Wenn die Konsumenten mit neueren Technologien aufrüsten, werden allein in Großbritannien zwei Millionen gebrauchte Pentium PCs auf Deponien entsorgt werden. Die Mehrzahl der PCs, die routinemäßig entsorgt werden, haben nicht das natürliche ‘Ende ihres Lebenszyklus’ erreicht, und könnten noch weiterhin bis zu 6.000 Stunden in Gebrauch sein. Im Gegensatz dazu steht, dass 99% der Kinder in Entwicklungsländern in ihren Klassenzimmern noch keinen Computer benutzt oder noch nie einen gesehen haben. In Afrika ist sogar auf dem Bildungsniveau von Universitäten der Zugriff auf einen PC stark beschränkt auf 15.000 Studenten, die im Durchschnitt weniger als 80 Computer miteinander teilen.

Eine Studie der Forschungsgruppe der Vereinten Nationen besagt, dass die Produktion eines durchschnittlichen PCs das Zehnfache des Produktgewichts an Chemikalien und fossilem Treibstoff erfordert. Viele dieser Chemikalien sind giftig, gleichzeitig trägt der Verbrauch von fossilem Treibstoff zur globalen Erwärmung bei. Es wurde belegt, dass für die Energie zur Herstellung eines PCs mit einem Gewicht von 24kg inkl. Monitor mindestens 240kg fossilen Treibstoff verbraucht sowie 22kg Chemikalien. Addieren Sie dazu 1,5 Tonnen Wasser und ein typischer Desktop-PC verbraucht das Gewicht eines durchschnittlichen Sportwagens an Materialien, noch bevor er die Fabrik verlässt. Die Autoren regen an, dass sowohl Hersteller als auch Computer-Nutzer weltweit ein Anreiz geboten werden sollte, Computer-Hardware aufzurüsten und wieder zu verwenden anstatt wegzuwerfen.

WEEE - Enthalten Computer giftigen Staub?
Laut zwei US-Umweltgruppen stellte eine aktuelle Studie fest, dass der Staub auf jedem getesteten Computer Brom-haltige Flammenhemmer enthielt. Chemikalien wie z.B. Polybromierter Diphenyl Äther (PBDE) wurden seit den Siebzigern als Flammenhemmer in der Elektronikindustrie verwendet. In acht Staaten wurden in Universitätslaboren, Verwaltungsbüros und einem Museum für Kinder 16 Proben mit Staub von Prozessoren und Monitoren gesammelt, um den Verseuchungsgrad zu bestimmen. In allen Fällen wurden PBDE-Spuren gefunden. Die Chemikalien gehören zu den Verbotsstoffen der RoHS-Richtlinie, aber die Durchsetzung in den Vereinigten Staaten unterliege dem Staat und sei planlos, so der Bericht.

Eine Kampagne zur Rücknahme von Computern ("Computer Take-Back Campaign") und eine Aktion für saubere Produktion ("Clean Production Action") forderten die US-Regierung auf, sich auf ihre Politik für sicherere Chemikalien und Materialen zu konzentrieren und sich proaktiv für die Förderung von "Grün-Chemie-Lösungen und umweltverträgliches Produktdesign einzusetzen. Insbesondere sollte die Abschaffung von deca-BDE und allen anderen PBDEs bevorzugt werden.

Weitere Informationen: